Mittwoch, 13. August 2014

Tabu Thema #1 Heute Hämorrhoiden

Jeder kennt sie, die wenigen haben sie aber alle vermeiden das Thema - Hämorrhoiden

Eigentlich muss man sagen das 90% aller Mamas früher oder später,  diese kleinen fiesen Mistdinger,  näher kennenlernt. 

 Es ist bekannt das man sie sich in der Schwangerschaft,  bei der Geburt in den Presswehen oder danach "rausdrückt".


Es kann aber jeden treffen! Meistens ist es so, dass man sich nur in der Familie umhören muss, um herauszufinden, ob man "gefährdet" ist.
Denn in vielen Fällen ist es so, dass man diese netten Untermieter dann auch das eine oder andere Mal eine Weile aushalten muss.

Das Soll nun keine Aufklärungsseite über Hämorrhoiden werde. Auch keine Hilfe Seite oder all die anderen spaßigen Artikel, die man sich nun denken kann.

NEIN, es soll einfach nur er Anfang für eine offene Aussprache sein.

Es ist doch so, dass dieses tabu Thema, egal in welchem Zusammenhang, nie ausgesprochen wird.
Jeder schämt sich dafür und wagt es nicht, auch nur annähernd zu erwähnen. Dass sich so ein Teil an und in einem befindet.


Hämorrhoiden bilden sich meistens rund um den Schließmuskel. Mehr oder weniger groß, schmerzhaft oder störend. Es gibt die, die man jahrelang mit spazieren trägt und die, die immer mal wieder herauskommen.

Es ist nicht das Leiden der Männer allein, nein es kann jeden treffen.Ich persönlich kann Euch nun Erfahrungen nennen im Bezug auf Schwangere. In der Schwangerschaft ist es eigtl. schon fast ein, normal Fall, das man Hämorrhoiden bekommt. Meist bekommt man Verstopfung, weshalb man stärker "drücken" muss. Das drücken, verhilft dazu, dass man sich die Hämorrhoiden rausdrückt. Oft passiert dies auch erst unter der Geburt oder kurz danach.




Ich kann Euch nicht mal sagen, warum man auch bei einem Kaiserschnitt bzw. danach welche bekommt, aber es st so.

Ich habe nach beiden Geburten Erfahrungen damit machen dürfen.

In beiden Schwangerschaften hatte ich mit Verstopfung zu kämpfen.Bei der Ersten mehr als jetzt in der vergangenen. Die Geburt war die Hölle und unter alle dem, was da passierte, platzte auch noch eine der Hämorrhoiden.

Etwa 6 Monate nach der Geburt durfte ich dann Erfahrungen mit einer aktiven Hämorrhoide machen.

Wie bemerkt man sie?

Bei der Ersten hatte ich plötzlich einen Druck und Pieksenden schmerzbei Sitzen. Ich konnte mich nicht mehr hinsetzen. Wenn man mit sauberen Fingern oder mithilfe von Handschuhen oder Feuchttüchern, an den Schließmuskel fasst, bzw. fühlt ob da, was ist, dann bemerkt man eine Wölbung. Es ist schwer zu beschreiben, denn jede hat eine andere Größe, Form und sitzt an einer anderen Stelle.

Wenn sie nicht zu weit "innen" sitzt, kann man bei Abtasten denken es sei eine Murmel.




Die Erste in meinem Leben war noch recht klein und behinderte mich nur beim Sitzen. Mit einer Salbe konnte das Problem schnell behoben werden.

Es folgten Jahre ohne die kleinen fiesen Dinger. Jetzt nach der 2. Geburt habe ich Bekanntschaft mit einer richtig fiesen machen dürfen.

Ich hatte plötzlich Starke schmerzen, die sich nicht beschreiben lassen.Ich habe geheult vor Schmerzen ohne Mist. Mein Mann musste in die Notapotheke fahren, um mir eine Salbe zu holen. Ich hatte schon eine kleine Ahnung, deshalb ging ich "abtasten". Diesmal war sie groß und direkt über die Öffnung gewachsen. Ich konnte nicht mehr auf die Toilette gehen.

Ich musste nach jedem Toilettengang 10 Minuten säubern und dann gründlich mit der Salbe bearbeiten.

Mit jedem wischen platze sie und blutete. Das hieß wieder abtupfen, und am besten eine Einlage tragen, damit das Blut nicht überall hinkommt.

Das Ganze kann Tage dauern. Manchmal aber leider geht das nicht mit einer Salbe weg, dann muss man zum Arzt und bekommt sie verödet.Im schlimmsten Falle folgt eine OP.

Schaut euch diese, teile einfach mal bei Google an, ich möchte es Euch jetzt ersparen, es ist kein schöner Anblick.

Das wichtigste ist eigtl. das man sich traut zu einem Arzt zu gehen. Versucht nicht Ewig alleine damit klar zu kommen.


Warum aber haben wir Probleme damit darüber zu sprechen?
Warum trauen wir uns nicht offen und ehrlich zu sagen, dass wir eine Hämorrhoide haben?
Wieso machen wir ein Geheimnis daraus und wenn sprechen wir das nur hinter hervorgehobener Hand davon?
Was macht diese Störenfriede so mächtig, dass wir kuschen, und versuchen im Geheimen damit fertig zu werden?

Ich habe keine Probleme damit in der Öffentlichkeit zu sagen, dass ich so ein Teil im Hintern habe, warum auch?!
Es ist doch wie mit den Kopfläusen. Jedes Kind bringt sie mal mit nach Hause und immer wird ein Geschiss darum gemacht. Man wechselt die Apotheke, um nicht zu oft das anti Läusemittel zu kaufen. Man sagt es nicht in der Öffentlichkeit, um nicht zum Gesprächsthema zu werden.

Warum? Eltern haben diesen Spaß bei jedem Kind, das ist nun mal so!Jeder Erwachsene hatte diese Störenfriede als Kind. Was soll das also?

Können wir solche Dinge nicht einfach benennen wie Husten und Schnupfen?

Warum sind Hämorrhoiden, Läuse, Kondome kaufen, über Sex reden und so viele andre Dinge, für unsere Gesellschaft so ein Tabu?

Wir haben den ganzen Tag nackte Körper im Fernsehen, auf Plakaten und in Magazinen. Wir sehen jeden Tag tote Menschen und Krieg.Wir dürfen den reichen der reichen zu sehen wie sie ihr Geld zum Fenster raus werfen und wir selbst jeden Cent umdrehen müssen.
Und dann schämen wir uns darüber zu reden? Ich verstehe es nicht!!


Die Liste der wichtigsten Tabus bei Hämorrhoiden:


1. Regelmäßig Alkohol trinken. Alkohol erweitert die Gefäße, auch die im Analbereich.Hämorrhoidenkönnen sich dadurch verschlimmern oder erneut auftreten. Wer die Veranlagung zu Hämorrhoiden hat, begünstigt mit dem täglichen Viertel Wein, dass sich die störenden Gefäßpölsterchen bilden.

2. Feuchtes Toilettenpapier. Was einerseits so hygienisch ist, kann andererseits Hämorrhoiden reizen. Zur richtigen Toilettenhygiene bei Analerkrankungen gehört nämlich, den After trocken zu halten. Feuchtigkeit begünstigt das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Außerdem enthalten die Produkte manchmal Substanzen, die eineAllergie auslösen.

3. LangesJoggen, Marathonlauf und Tennis. Jedes schwungvolles Auftreten beim Laufen oder Abstoppen beim Tennis belastet den Beckenboden und damit auch die Gefäße im Analbereich. Hämorrhoiden können sich vergrößern.

4. Krafttraining. Alle Sportarten, die mit Pressen einhergehen, sind nicht ideal für Menschen mit Analproblemen. Mit der starken Anstrengung wird Blut in den Beckenbereich gepresst.

5. Viel sitzen, kein Sport. Bewegungsmangel macht den Darm träge und begünstigt damit Verstopfung. Walken, flott spazierengehen und schwimmen sind dann ideal. Auch Radfahren bringt den Darm in Schwund und entlastet dabei den Beckenboden.

6. Chili und andere scharfe Gewürze. Chili brennt bekanntlich zweimal – im Mund beim Essen und nach der Verdauung im Analbereich beim Toilettengang. Schärfe reizt also die bei Hämorrhoiden bereits belastete Afterregion.

7. Weißbrot, Toast und weitere Weißmehlprodukte. Alles, was Verstopfung begünstigt, sollte bei Hämorrhoiden tabu sein. Sinnvoller sind die Vollkornvarianten dieser Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen.

8. Wenig trinken. Eine wesentliche Komponente für gute Verdauung und den Toilettengang ohne Pressen und Verstopfung ist Flüssigkeit. Mangelt sie, dickt der Stuhl ein und Hämorrhoiden können sich bilden.

9. Übergewicht. Jedes Kilogramm zu viel belastet auch den Beckenboden. Die Blutgefäße erweitern sich, auch im Analbereich.

10. Auf der Toilette Zeitung lesen, Mails checken oder simsen. Diese Tätigkeiten zögern die Toilettensitzung oft wesentlich länger hinaus als eigentlich nötig. Das Fatale daran: Der Beckenbereich hängt dabei durch und der Druck auf die Blutgefäße steigt immens. Häufig ist diese Unsitte sogar der Auslöser für Hämorrhoiden.

11. Analsex. Wer zu Hämorrhoiden neigt, sollte auf diese Sexualpraktik besser verzichten. Bestehende Hämorrhoiden können sich dadurch vergrößern. Vor allem, wenn bereits Blutungen oder eine Fissur aufgetreten sind, ist Analverkehr nicht nur äußerst schmerzhaft. Das Risiko ist außerdem extrem hoch, sich mit Krankheitserregern zu infizieren. Dazu gehören nicht nur Geschlechtskrankheiten, sondern auch Hepatitis.

1 Kommentar:

  1. ich bin trotz meherer schwangerschaften zum Glück von diesen Dingern verschont geblieben, find deinen Artikel aber echt interessant denn bisher wusste ich gar nicht das Hämorrhoiden so verbreitet sind. Warum es in unserer Gesellschaft soviele Tabu Themen gerade in Bezug auf Gesundheit gibt kann ich nicht verstehen, denn es gibt bei weitem schlimmeres für das sich die Leute schämen könnten/sollten aber das wird dann wieder breitgetragen als obs des normalste auf der Welt wäre.

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