Dienstag, 9. September 2014

Ja, nein... vielleicht Teil 1

Der alltägliche Kampf mit meinem Gewissen


"Mamaaaaa, ich hab Hungeeeer!" oder "Mamaaaaa, darf ich das, Tab haben?"
Sind noch die harmlosesten Dinge, die ich in unserem Alltag zu hören bekomme.
Schlimmer wird es dann, wenn es um das essen geht, dass ich auf den Tisch stelle. Oder wenn wir sagen, dass jetzt Abpfiff und das Abend Ritual eingeläutet wird..!

"Neeeiiiin, ich will aber noch spielen, ich habe noch gar nicht so viel gespielt..!"
"Ich will aber noch schmusen!" "Warum darf ich das, nicht mehr fertig gucken?"
"Wir warne heute aber gar nicht draußen, das ist doof!"

Jetzt ist es ja so, dass man als Eltern immer versucht, die Kinder zu erziehen, dass sie mal so tolle Menschen werden, wie man selbst - hust...
Gerade beim ersten Kind, denkt man, man mache alles richtig und andere haben keine Ahnung.
Unser Kind wird nie Fernsehen und so viele Süßigkeiten bekommen. Unser Kind wird nie, alles bekommen, was es will. Das, und vieles mehr, nimmt man sich vor - ernsthaft.
Ja- soweit die Theorie, aber in der Praxis sieht das anders aus!

Bei uns war und ist es so, dass wir unseren eigenen Alltag, um die Kinder drum herum basteln. Nach dem unser Großer auf der Welt war, stellten wir fest, dass es doch nicht so einfach ist, die Erziehung so zu meistern, wie man sich das in der Schwangerschaft vorgestellt hat.

Man hat seinen Tagesablauf, der dann von einem kleinen Wesen komplett auf den Kopf gestellt werden kann, wenn man nicht aufpasst.

Wir haben viel geändert und umgestellt. Haushalt läuft weiter wie gewohnt, es wird nur aufgeteilt und mit Wickeln, Flasche geben und spazieren gehen ergänzt.



Das Einzige, was sich nicht geändert hatte, war die Tatsache, dass ich immer, den TV laufen lasse, wenn ich zuhause bin.
Radio war immer nur bedingt ein Ersatz.

Irgendwann, wenn die Teppichmäuse, den Dreh raus haben, dass das ja interessant sein könnte, wird das TV auch von Ihnen genutzt.

Süßes wollte ich meinen Kindern nie vorenthalten, in Maßen ist das alles auch ok. Doch irgendwie bekommen Kinder, immer und überall was Süßes geschenkt. Ist das so ein selbstverständliches Abkommen der Gesellschaft?

Das Essen habe ich in der Schwangerschaft versucht, in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ich liebe Gemüse und experimentiere gerne n der Küche. Allerdings muss ich auch an mindestens 5 von 7 Tagen, Fleisch auf dem Teller haben. Ich könnte, auch wenn ich Tiere liebe und diese Massentierhaltung und Quälerei verabscheue, nie Vegetarierin werden.

Ich habe in der Schwangerschaft viel Gemüse gegessen, in beiden wohlbemerkt. Ich habe unserem Großen, von Anfang an, alles vorgesetzt, damit er es zumindest einmal probiert hat. Die ersten Monate war das auch in Ordnung, allerdings fing er irgendwann an. Dass er kein Spinat mehr wollte oder Karotten. Salat, Tomaten und Gurken, hat er noch nie gegessen.

Je älter er wurde, um so weniger hat er gegessen.

Es gab eine Zeit, da hat er Ravioli gegessen oder meine selbst gemachten türkischen Tortellini mit Joghurt Soße. Doch all das mag er nicht mehr.
Mal isst er NUR das Fleisch, oder er isst NUR die Pommes.
Jetzt bekomme ich ihn wenigstens ab und zu mal, dazu das Er Rollladen mit Kartoffeln oder Klößen isst.Eher selten, darf es Spaghetti geben!
Ich hoffe sehr, dass unser Junior wenigstens ein Gemüse Esser wird, wie die Mama.
Es reicht ja wohl, dass der Große Bruder und Papa das nicht tun.

Da ich ein sehr chaotischer Mensch bin, schaffe ich es nicht jeden Tag, mich stundenlang mit dem großen zu beschäftigen. >>schlechtes Gewissen- Hallooo <<
 Jetzt mit dem Kleinen ist es sowieso wieder was anderes und kaum machbar.
Ich kann mich derzeit auch selbst nicht leiden, ich weiß nicht, ob das jemand kennt, aber finde mich bääh und ich kann mich zu nichts aufraffen. Dann ist unser Umzug noch nicht fertig planbar, aber wir sitzen auf gepackten Kisten und ich finde NICHTS mehr wieder!
Ich hasse es!!

Der Druck, der scheinbar nur bei mir vorhanden ist, ist unerträglich!
Wir müssen nach der Übergabe der Wohnung, renovieren!
Es ist DRINGEND erforderlich das Wir die Wohnung renovieren, bevor wir einziehen! Ich werde Euch zeigen warum, wenn es so weit ist.
Wenn der Umzug, den wir nicht planen können, demnach auch keinen Transporter bestellen können, vorbei ist, muss die alte Wohnung noch schnell geputzt werden, was aber nah 4 Jahren, intensivem Wohnen, auch einen Moment dauert.
Die Übergabe unserer jetzigen Wohnung muss ich dann auch noch machen, damit dann die neuen Mieter rein können. Und ab 1.10 geht mich die Wohnung nichts mehr an.
Ja-, wenn das denn auch so einfach wäre, wie es sich anhört, blickt man dabei mal auf den Kalender!!

Mit einem Mann, der Schicht arbeitet und 2 kleinen Kindern, bekommt man eine Wohnung, die die Kids so noch nicht betreten sollen, nicht schnell renoviert.
Erst muss ich sie gründlich putzen, ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie die aussieht.

Und zwischen all den gepackten Kisten und Taschen, zwischen all dem Chaos und der Ungewissheit, wann es denn nun endlich losgeht, verschwinden alltägliche Dinge und Selbstverständlichkeiten, in einem schwarzen Loch. Keine Zeit und Nerven, um spazieren zu gehen, um zu spielen oder irgendwo einen Platz zu suchen, an dem man malen kann- wo sind eigtl. die mal und bastel Sachen??

Zwischen all dem, was in den nächsten Wochen vor uns liegt und was in der Gegenwart zu tun ist, sitzen 2 kleine Kinder, die ihr Recht einfordern, beschäftigt zu werden.
Der Große will toben und alle Aufmerksamkeit. Der Kleine möchte nicht schlafen, um uns etwas mehr Luft für andere Dinge zu lassen. Beide wollen UNS!

Am Abend ist keiner bereit zur gewohnten Zeit ins Bett zu gehen. Es gibt Streit, blanke Nerven, laute Worte und Tränen von beiden Seiten.
Erschöpfung, Wut, Verzweiflung und Unverständnis. Abermals von beiden Seiten...

Und dann, wenn die Nacht sich breitmacht, und man eigtl. schlafen soll, dann liegt man da und denkt.
Zack - das schlechte Gewissen beißt zu.. war es richtig ihn zu zwingen ins Bett zu gehen? Ist es mir wirklich wichtiger, die 3 std. die ich mit McDreamy habe, bevor wir schlafen müssen, alleine zu verbringen, statt unseren Großen eine oder Zwei davon zu überlassen??

Hätte Wenn und Aber ...Ja. Nein - vielleicht ...

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