Montag, 15. August 2016

Thema Schultüte...

------------ Schultüte ----------



Die Schultüte...

Es ist DAS beliebteste Stück neben dem Ranzen an der ganzen Einschulung.

Früher hieß es Zuckertüte, da man den Kindern Süßigkeiten schenkte und kleine Glücksbringer.

Wie dass vor meiner Zeit war und wie dass alles startete, dass weiß ich leider nicht. Und ich möchte ungern Gerüchte aus dem Internet verteilen.

Fakt ist, dass sich der Inhalt der Schultüte über die Jahre sehr verändert hat.



Als ich ende der 80er, in die Schule kam, hatte ich viele Süßigkeiten und Kleinigkeiten in meiner Rosa, Garfield Schultüte. Ich kann heute nicht mehr genau sagen, was drin war, denn dass ist eines der Dinge, die man nicht sein Leben lang behält.
Aber ich meine mich zu erinnern, dass ich Stifte, Malbücher, Lesebücher und einen Farbkasten drin hatte. Quasi viel von dem, was ich in der Schule brauchte und etwas für mich.


Ja, Mama hatte großes Talent zu fotografieren


Als ich mich nun selbst damit auseinandersetzen musste, was wir unserem Sohn in die Schultüte packen würden, habe ich versucht mich daran zu erinnern, was ich damals toll fand, was ich sinnig finde und was nicht.

Wir waren uns einig, dass er nicht die Tüte voller Süßigkeiten bekommt, die er sich vielleicht vorstellt oder wie es früher evtl. war. Er bekommt ausreichend süßes Zeug und muss dann nicht noch extra eine volle Schultüte davon Lagern. Außerdem muss man zusätzlich daran denken, dass es an diesem Tag vielleicht sehr warm sein wird und Schokolade das nicht aushält.

Also beschloss ich das er ein 3er Set Erstleser Bücher bekommt, die wir ihm vorlesen können und er dann auch selbst lesen kann, wenn sie in der Schule so weit sind. Wir lesen viel, aber unsere Bücher kennen wir schon in und auswendig, weshalb wir da derzeit pausieren. Ihr seht, Nachschub war längst überfällig.
Dazu bekommt er ein Trikot Shirt in Neon grün und die passenden Turnschuhe dazu.
Ein Rechenschieber habe ich bei IKEA besorgt, aber der passt bei bestem Willen nicht in die Tüte.

Neben den Süßigkeiten wollte ich ihm dann noch einen Farbkasten für zu Hause besorgen, da er seinen alten, nicht mehr benutzen kann. Farben leer... dazu neue Pinsel.. Obendrauf eine neue Zahnbürste und passenden Becher
Dann dürfte das Thema Schultüte für uns abgeschlossen sein.

Ich habe mich gegen eine Armbanduhr und den Wecker entschieden, da er die Uhr zum Geburtstag bekommt. Einen Wecker werden wir erst später anschaffen, da ich das für überflüssig halte. Wir stehen morgens ja zusammen auf, da sein kleiner Bruder in den Kindergarten geht.
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Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf so viele unterschiedliche Schultüten und deren Füllung gestoßen, dass ich dachte, ich hätte eine neue, Schultüten Reform verpasst.

Man wurde fast an den Pranger gestellt, nur weil man die Schultüte nicht selbst gebastelt hat oder sogar eine hat nähen lassen!

Ja! Mir gefallen die Genähten auch, aber ich habe kein Talent dazu und ich sehe es nicht ein, 60€ für eine Schultüte zu zahlen, die ich dann am besten noch mit Hand, Armbanduhr, Computerspiel und anderen, ähnlich teuren Dingen fülle.
Es kann jeder machen was er will, ganz ehrlich, es interessiert mich auch nicht wie viel Geld sie zum Fenster rausschmeißen um sie dann mit den Kommentaren: " Das ist ein besonderer Tag " und "Das ist eine lebenslange Erinnerung!" krönen.

Die Kinder freuen sich im ersten Moment, aber auf Dauer tut Ihr Euren Kindern eben nichts Gutes damit, wenn ihr sie verwöhnt und Ihnen alles in den Popo schiebt. Davon lernen sie nicht, was Geld bedeutet und sich wirklich von Herzen etwas wünschen, dass sie dann auch ewig bespielen und darauf achten. Die Schultüte ist ein extra, ein Geschenk an das Schulkind. Als lebenslange Erinnerung ist es dann doch eher etwas für die Eltern. Wie gesagt ich kann mich an meine nicht mehr erinnern und ich habe mich damals tierisch darüber gefreut!

Und diese ganzen Technik Geschenke, was soll das? Gibt es dafür nicht Geburtstage und Weihnachten? Muss nun jeder nicht normale Tag mit teuren Geschenken begannen werden?
Ostern, Einschulung, 1. Kindergarten Tag, letzter Kindergarten Tag usw. usw.
Überlegt doch mal bitte, was ihr da tut. Es ist nicht, dass, ich liebe mein Kind und möchte ihm alles ermöglichen, sondern eher: Ich liebe mein Kind, erkaufe mir noch mehr Liebe und bringe ihm nicht bei, was es heißt dafür zu arbeiten, sich auf etwas lange wirklich zu freuen und etwas wirklich wertzuschätzen. Vergleicht mal eure Kindheit mit der eurer Kindheit und kommt nicht mit dem Spruch, damals war es nun mal anders, die Zeiten ändern sich blablabla.
Ja natürlich ändern sich die Zeiten, aber, das heißt nicht, dass wir unsere Kinder nicht genauso großer werden lassen können, wie es bei uns der Fall war.

Ich rede ja nicht davon, dass wir sie ohne die Technik und den Fortschritt aufwachsen lassen sollen, sondern davon, dass sie alles bekommen, was sie sehen. Dass es einfach kein wirkliches Wünschen und Warten mehr gibt.
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Lasst uns unsere Kinder zu besseren Menschen erziehen und Ihnen andere Werte beibringen. Unterstützen wir nicht die Markenkleidung und neueste Smartphone Generation.




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