Dienstag, 11. Oktober 2016

Ich bin und werde keine perfekte Mutter und Hausfrau

---------------- Frau sein ----------------



Ich bin keine perfekte Mutter, Hausfrau, Frau und weiß der Geier noch was und das ist auch gut so!

Ob kurz oder lang, meine Haare sind immer anders


Ich bin stand heute, 34 Jahre alt und erwarte unser 3. Kind. Endlich ein Mädchen, nach 2
prachtvollen und anstrengenden Jungs.
Ich bin keine Jungsmama, aber ich habe die Herausforderung angenommen.
Ich habe meinen Traummann 2008, im Internet gefunden.
Wir haben erst ein Kind bekommen, bevor wir gesagt haben, ja, wir heiraten.
Unser großer Sohn war nicht geplant, er hat uns auserwählt.
Ich bin seit meiner Jugend immer die, die zu dick war.
Ich habe nach jedem Kind zugenommen und mich damit arrangiert.
Ich tue was ich, denke und möchte.


Ich habe gerne mal bunte Haare!

Ich habe mit 15 meine Ausbildung zur Floristin angefangen, mit 18 beendet und danach, ein Jahr mein Leben gelebt, ohne von morgens bis abends zu arbeiten. Danach habe ich 2 Jahre als Filialleiterin gearbeitet und mir den Hintern aufgerissen, ohne Freizeit, ohne Privatleben.
Und am Ende war ich die Erste, die gehen musste, als es in die Insolvenz ging. 

Seitdem habe ich mich, dem zwang nicht mehr gebeugt, allerdings merke ich immer wieder, dass die Menschheit ohne einen 8-Stunden-Job nichts Wert zu sein scheint. Du kannst nicht von einem Halbtagsjob leben. Als Familie muss einer sogar Vollzeit arbeiten, egal ob es ihm gefällt und er gerne hingeht oder nicht. Man bekommt in seiner Nähe eigtl. keine Arbeit, um sagen zu können, ich arbeite ein paar Stunden, wenn die Kinder in der Schule und im Kindergarten sind. Es würde sich nicht lohnen, wenn man dafür eine Monatskarte, für den Bus oder Zug kaufen, oder ein zweites Auto besitzen müsste.
Ich hasse Bus und Bahn! Ich hasse es mich mit Menschen abgeben zu müssen, die humorlos, steif und nach einer Art Drehbuch ihr leben, leben.
Menschenmassen meide ich, wo ich kann. Feste Termine oder Planen auf Wochen und Monate im Voraus ist mir ein Graus. Da dreh ich durch. Ich möchte spontan sagen können, jetzt gehen wir da und da hin, oder es kommt jemand vorbei.
Ich möchte jetzt einen Termin beim Arzt machen und hingehen können, ohne Wochen, Tage oder Stunden warten zu müssen.

Ich möchte tun und lassen was mir Spaß macht, was mich ausmacht. 

Ich mag es mich zu verändern, aber ich verbiege mich nicht

Als ich Mutter wurde, war ich auf das Meiste vorbereitet, ich hatte eine Kindheit, in der ich viel mit Babys zu tun hatte, ich mich um meinen kleinen Bruder kümmern durfte, als sei er mein eigenes Baby. Ich durfte auf Babys von Freunden der Familie aufpassen. 
Flasche machen und geben, wickeln und bespaßen, alles kein Problem...

Ich wurde so erzogen, dass ich wusste, was ich als Mutter und Hausfrau zu tun habe, aber auch, dass ich einen Beruf erlernen muss, um bessere Chancen im Leben zu haben.
Uns wurde beigebracht, dass es wichtig ist, gut in der Schule zu sein, eine Lehre zu machen und arbeiten zu gehen, bevor man eine Familie gründet. Andere Werte, als das was man heute mitbekommt.
Zu meinen Geburtstagen habe ich irgendwann nur noch Dinge bekommen, die ich zur Aussteuer brauchte.. Das ging dann bis zur Konfirmation. Danach war Essig mit großen Geschenken.

Ja! Früher gabs noch eine Aussteuer, eine Religion, die man seinen Kindern mitgegeben hat und demnach eine Konfirmation/Kommunion.
Einen Kinderwunsch hatte ich schon immer. Ich wollte ein kleines Mädchen, das viel von mir hat und dazu einen Bruder, der mit seiner Schwester durch dick und dünn geht. So, wie früher auch mal bei mir und meinen Brüdern war.

Allerdings wollte ich immer einen passenden Papa dazu. Einen Mann, der ehrlich ist und der als Familienvater taugt. Viele Frösche musste ich küssen und danach zum Teufel jagen, bis ich durch einen bekloppten Zufall, im Internet meinen jetzigen Mann entdeckte.
Wir waren keine 3 Monate zusammen, wussten nicht mal, ob das tatsächlich auch halten wird, da kündigte sich unser erstes Glück an. Ja, es war nicht geplant, es ist passiert und es war das Beste, was uns passieren konnte!
Wir mussten von jetzt auf gleich Erwachsen und vernünftig werden. Wir mussten uns darüber im Klaren sein, dass wir nun Eltern werden und eine lebenslange Verantwortung haben werden.

Als wir uns nach einer Woche, die wir getrennt verbrachten und darüber nachdachten, entschieden, dass wir zusammen dieses Abenteuer eingehen möchten. Wir hatten das Gefühl, das, dass zwischen uns richtig ist. In den Monaten der Schwangerschaft, knallte es einmal heftig, dann erlebte man zusammen das kleine, große Wunder und zog zusammen, in eine größere, gemeinsame Wohnung.

Wir haben in den ersten beiden Jahren, bis wir dann geheiratet haben, sehr viel erlebt, und gelitten.
Mal stand die Beziehung auf dem Spiel, und einmal sogar das Vorhaben zu heiraten.
Aber wir haben uns wiedergefunden. Für uns und für unseren Sohn.
Seit der Hochzeit gab es nie wieder heftige Streits oder Krisen.

Es war verdammt noch mal die richtige Entscheidung!


Ich habe viel zu viel Schminke und Nagellack

Die Erziehung unserer Kinder läuft bei uns anders ab, als bei anderen.
Wir sitzen nicht den ganzen Tag mit Ihnen am Boden oder dem Tisch, basteln spielen und malen.
Oder gucken uns stundenlang Bücher an und haben das Kinderzimmer voll mit pädagogisch wertvollen Holz Spielsachen und dingen zur Frühförderung.

Bei uns gibts auch Plastikspielzeug, Sachen, die krach machen, viele Bücher und Puzzle, die wir aber nicht jeden Tag zusammen machen, sondern dann, wenn man lust hat.
Die Kids sollen sich auch einmal alleine beschäftigen und das können sie nicht lernen, wenn wir ihnen, bis sie schlafen gehen, am Hintern kleben.
Selbstständigkeit!
Sie wurden nur wenige Tage gestillt, haben so lange ihre Flasche bekommen, wie sie es wollten. Der Schnuller wurde beim großen mit 4 der Schnullerfee mitgegeben. Die Windeln tragen sie, bis sie selbst so weit sind, um aufs Töpfchen zu gehen. Sie können essen, was sie möchten und sie werden nicht gezwungen, am Tisch sitzen zu müssen oder zu bleiben. Wie man sich bei anderen benimmt, das wissen sie und darauf sind wir stolz!

Unsere Jungs haben mit Puppen gespielt und der kleine liebt sie immer noch. Wenn sie sich als Prinzessin hätten verkleiden wollen oder eine Barbie zu Weihnachten, dann wäre dass kein Problem. Sie sind nicht getauft, weil wir sie selbst entscheiden lassen wollten oder warten, bis die Familienplanung abgeschlossen ist. Das wird spontan entschieden.
Sie sind in einen Integrationskindergarten gegangen und gehen es auch noch, in dem wir ca. 98% Kinder aus allen möglichen Ländern haben.
Unsere Kinder sollen mit allen möglichen Kulturen aufwachsen, sollen andere Feste und Glauben kennenlernen!

Unsere Kinder lernen, dass ein Mensch nicht nach Hautfarbe und Glauben zu beurteilen ist.
Wir haben und erziehen, keine Rassisten!


Wir entscheiden nach unserem Bauchgefühl und hinterfragen es nicht. 
Wir leben nicht in klinisch reinen und mit Sagrotan gewienerten Räumen, haben unser Familien eigenes Chaos. Wir räumen und putzen jeden Samstag zusammen und verteilen unter der Woche die Aufgaben. Wir lassen auch mal Geschirr stehen oder räumen die Spülmaschine nicht sofort aus. Wir Bügeln nicht, wir ziehen es so an.
Wir essen Fast Food, gehen in System Gastronomien, hier gibt es Süßigkeiten, und wenn der Kleine möchte, eben den ganzen Tag Kakao.
Sie gucken TV, wann sie wollen, sie dürfen auch mal ans Smartphone oder Tablet, lernen den Umgang mit dem Laptop und haben viele Freiheiten.


Bei Idioten bin ich auch mal Arrogant

Wir Rülpsen und Furzen laut und lachen darüber, bringen den Kindern aber gleichzeitig bei, dass man dies nicht in der Öffentlichkeit macht und man sich in der Schule, im Kindergarten und als Gast bei anderen, benehmen sollte. Das dass zu Hause mal ganz witzig ist, aber Anstand sollte doch gelernt sein. ;-)

Neben all den Dingen, die wir Ihnen beibringen, nehmen wir uns aber auch unsere Freiheit.
Wir sitzen mit Smartphone auf dem Spielplatz, wir lassen sie entdecken und Ignorieren auch mal den hundertsten Sandkuchen, oder das elegante rutschen von der großen Rutsche.
Wir loben sie für das, was sie sich trauen, was sie machen und worüber sie sich freuen. Wir freuen uns auch und erklären Ihnen das wir stolz auf sie sind, aber wir müssen eben nicht alles freudestrahlend beobachten. Wir dürfen auch mal wir sein und unsere Emails checken, mit Freunden kommunizieren oder einfach bei Blödbook surfen.
Wir machen Millionen Fotos von Ihnen, aber auch gerne mal Selfies oder Fotos von der Natur.

Ich hasse es, dafür verurteilt zu werden, dass ich nicht stille und überall meine Möpse auspacke.
Es nervt mich, das ich mich rechtfertigen muss, warum wir definitiv gegen das Familienbett sind und warum ich mich für einen Wunschkaiserschnitt beim zweiten Kind ausgesprochen habe und dies wohl auch jetzt wieder tun werde.
Die Müttermafia an den Spielplätzen ignoriere ich und in Kindergarten und Schule gehe ich ihnen aus dem Weg. Wir zwingen unseren Kindern keine Vereine auf oder unterricht in Musik, Sprachen und am besten 6 Wochen nach Einschulung schon Nachhilfe.

Ich bin nicht perfekt, weil ich möchte, dass meine Kinder selbst entscheiden, was sie möchten, aber Ihre Grenzen erkenne und dann auch einen Strich drunter ziehe.
Wenn ich merke, dass mein Kind kein Talent dafür hat, in einem Fußball Verein zu spielen, dann sage ich das auch und melde es ab. Und so verfahre ich mit allem. Denn in einem Verein werden Turniere gespielt, und wenn ich weiß, mein Kind wird nie spielen, weil er nicht gut genug ist, dann nehme ich ihn raus, denn das motiviert noch weniger, als die Tatsache, dass man sagt, für ein Team reichts nicht, aber als Hobby sehr gerne... Wir geben Ihnen aber die Chance, verschiedene Dinge auszuprobieren, irgendwann findet sich schon das passende..

Man sollte immer ehrlich zu sich und seinen Kindern sein..

Ich bin keine Sagrotan-Mutti, ich lasse sie im Dreck spielen und nehme sie so dreckig mit nach Hause. Ich desinfiziere keine Flaschen, ich stecke sie in die Spülmaschine.
Ich bade sie nicht jeden Tag, sondern am Wochenende, es sei denn, es ist Sommer..
Ich benutze nur eine Marke mit Wasch- und Pflegelotion, aber erst ab Krabbelalter.
Ich nutze Wegwerfwindeln und keine Waschbaren.
Ich gebe Schnuller, und wenn sie runterfallen, nehme ich sie in den Mund, bevor ich sie mit dem Shirt abwische.
Ich nehme keine Wundcreme, sondern Heilwolle.

Ich habe einen Umzugskarton voller Babyflaschen, unterschiedlicher Marken, kaufe aber trotzdem neue.
Ich gebe keine Gläschen und koche keinen Babybrei, und schon gar nicht auf Vorrat, sondern koche für alle...zur selben Zeit.. Ergo, sie essen ab dem 4. Monat vom Löffel und ab dem 6. bei uns am Tisch mit..
Obst gibts nicht im Quetschbeutel und auch nicht in Obstschnullern.
Wenn sie kein Gemüse essen wollen, dann essen sie es eben nicht. Sie stehen vom Tisch auf, wann sie es wollen und sie müssen auch nicht zwanghaft sitzen bleiben oder alles aufessen.
Ich halte nichts von Büchern und Magazinen, die dir suggerieren, dass man nicht nach Bauchgefühl handeln soll, sondern dem Baby, das schlafen beibringen und dir einreden, dass Du Dein Baby verwöhnst und, dass alles, was Oma und Uroma getan haben, absolut falsch waren.
Ich muss nicht den teuren Kinderwagen und Autositz kaufen, oder das gehypte LAMAZE Spielzeug, das für mich keinen Unterschied zu anderen, schon lange existenten Spielsachen macht.. Wir haben einen Günstigen Kindersitz und einen Gebrauchten Kinderwagen... Für unser Mädchen kaufen wir ein Set, das allerdings no Name ist und zusammen so viel kostet, wie ein Autositz bei anderen.

Nur weil ich Fett bin, heißt es nicht, dass ich ungesund koche oder unsere Kinder dick sind. Sie sind sehr schlank und kerngesund.
Ich liebe Gemüse und esse es sehr oft und manchmal auch ohne Beilagen.

Ich gebe jedem Menschen eine Chance, aber eben nur eine.
Ich weiß sofort, wenn ich jemanden nicht leiden kann, versuche es aber trotzdem.
Für Erwachsene, die sich schlimmer benehmen wie Kindergartenkinder, habe ich keinerlei Verständnis! Aus dem Alter bin ich definitiv raus, in dem ich mir Gedanken darüber mache, was andere denken, wenn ich nur mit einem etwas unternehme, ohne die anderen zu fragen. Mir ist es auch zu doof, wenn ich mitbekomme, dass Mütter verheimlichen, dass sie sich treffen und ja "Die BFFs" sind, nur weil man einmal ohne sie weggegangen ist.
Ich lache laut darüber, wenn sie dann meinen, sie müssten immer wieder spitzen ablassen und so tun, als wäre man bescheuert. Ihr geht weg? Ihr trinkt immer mal wieder Kaffee oder trefft euch bei einem zu Hause? Viel Spaß! Freut mich für euch, nur warum soll es mich interessieren? Ich bin weder neidisch noch eifersüchtig!
Ich bin immer für alle da die ich mag

Ich höre Musik aus allen Musikrichtungen. Ich höre auch die Onkelz und es ist mir, scheiß, egal was andere davon halten. Ich kenne deren Vergangenheit, aber ich kenne eben auch die Gegenwart und weiß das sie sich gegen Rechts einsetzen.
Ich kenne Musik, die älter ist als ich, besser als die aktuellen Charts.
Ich höre Schlager und singe laut mit, auch wenn ich es nicht kann.
Englisch habe ich nie gelernt und kann es auch nicht. Das, was ich kann, habe ich mir selbst beigebracht. Ich möchte es aber noch gerne lernen.
Ich bin Legasthenikerin und mache kein Geheimnis daraus. Daran zu arbeiten ist mir wichtig, aber es wird nie perfekt sein.
Als Schülerin warf ich Lehrer Liebling, habe immer gute Noten gehabt, außer in Sport.
Ich habe 2 Jahre in folge, den vorlese Wettbewerb für unsere Schule gewonnen, durfte aber nie am Bundeswettkampf teilnehmen.
Ich bin schüchtern, stur und harmoniesüchtig.
Ich bin oft faul und kompliziert oder stehe extrem auf dem Schlauch.
Ich schreie täglich und habe eine kurze Zündschnur.
Ich lästere nicht, ich stelle fest! Wenn ich über jemanden rede, dann nur dinge, die ich ihnen auch selbst sagen würde.

Ungerechtigkeit kotzt mich an.
Und Menschen, die sich im Internet für die Größten halten, empfinde ich als wertlos und überflüssig!
Ich fluche beim Autofahren, ich fluche wenn mir, was runterfällt oder ich etwas falsch gemacht habe.
Ich fluche, wenn ich sauer bin oder ich vor Wut heule.
Ich heule schneller als mir lieb ist. Wenn ich vor Wut heule, weiß ich nie was ich sagen soll. Die besten Wutgespräche führe ich, wenn ich einschlafen will.
Ich diskutiere immer und mit Hingabe, egal worum es geht.
Streiten macht mir auch mal Spaß, daher kann ich nicht nur mit Leuten, die sich auf keinen Krach einlassen. :-)
Ich habe keine besten Freunde und bin nicht traurig drum.

Ich bin Vollwaise seit fast 4 Jahren.. 

Ich habe den Tod meiner Mutter nie verarbeitet, aber bin daran gewachsen. Ich habe versucht die wünsche meiner Mutter zu erfüllen, leider wurde ich daran gehindert.
Aber ich kann sagen, ich habe nichts getan, was sie nun ärgern würde.

Ich bin laut, ich lache laut und ich habe meinen eigenen und manchmal auch zweideutigen Humor.
Ich vergesse sehr viel und ärgere mich manchmal darüber.
Ich bin keine der Menschen, die mit jeden täglich in Kontakt stehen muss und dann beleidigt bin, wenn sich jemand nicht bei mir meldet oder täglich fragt, wie es mir geht, gerade jetzt in der Schwangerschaft.
Wir haben keine Taufpaten, weil wir niemanden kennen, der zuverlässig genug ist.
Ich bin immer der Idiot für alle, weil ich immer ja sage, weil ich mein Leben nicht auf Lügen aufbaue und weil ich nicht über andere reden muss, nur um etwas zu erzählen zu haben.

Wir schmeißen uns nicht an alle Familienmitglieder und Freunde ran, nur um so viel wie möglich für die Kinder abgreifen zu können.

Ich bin, wie ich bin. Wer das nicht akzeptiert, der hat in unserem Leben nichts zu suchen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über eure Kommentare,Anregungen und Tipps. Lasst uns über diesen Bericht reden.

Lg Manuela

Google+ Followers

Brigitte MOM

BRIGITTE MOM BLOGS