Mittwoch, 18. Oktober 2017

Sag mir wie Du erziehst und ich sage Dir wer Du bist.. Oder so..

----------Familienleben----------




Seit einiger Zeit stößt mir immer wieder ein Thema auf, dass in den (un)sozialen Medien breitgetreten wird. Erziehung.

Da gibt es die sogenannten Übermütter oder auch Helikopter genannt und es gibt die Rabenmütter.
Dann gibts die Sektenmuttis, die Ökos und die Teenager, die dummen und die, denen man am besten keine Kinder anvertrauen sollte.

Wer diese Kategorien erstellt hat? Mütter!


Mütter die über ein Thema reden, diskutieren, streiten oder was auch immer sie da tun, sind schlimmer als jeder Horrorfilm!
Steven Kings Fantasien sind ein Scheiß gegen das Verhalten der Erziehungsberechtigten.
Beim Thema Kinder gibt es sehr viel, dass bis auf den Grund und noch tiefer, bestritten werden kann.

  • Stillen oder Flasche geben.

  • Babybett oder Familienbett

  • Tragen oder Kinderwagen

  • Normaler Autositz oder Reboarder

  • Alleine einschlafen lassen oder Schlafbegleitung.

  • Strickte Regeln und strenge Erziehung oder Kinder wie Erwachsene behandeln...


So, so viel wird zum Thema gemacht. Es gibt Glaube ich mittlerweile eine Liste von Dingen die Mütter tun müssen und Kinder tun sollten. Es ist so herrlich schwachsinnig!


Was man sagen muss ist, dass die Erziehung oder besser die Meinung dazu, 
und das Umsetzen, über die Jahre und Jahrzehnte gereift ist. 

War es früher normal, dass man die Kinder ausgehärtet hat, in dem man sie schreien lies, mit aufs Feld oder Ähnliches genommen hat, egal ob wenige Wochen alt oder schon groß genug, um zu helfen, hatte man es in den Jahren danach behutsamer und Kinderfreundlicher angehen lassen. In den 80ern zb. hat man es zwar noch nicht eng gesehen und in der Schwangerschaft geraucht und getrunken, da man sich des Risikos noch nicht bewusst war, und hat das Kind weinen lassen, um die Nacht zu schlafen, doch hatte man schon viel mehr auf die Bedürfnisse seines Kindes geachtet.

Vieles war aber doch nicht so toll und so hat man es in den 90ern bewusst geändert. Alkohol und Zigaretten wurden vermieden, die Babys mehr umsorgt und man nahm die Kinder, als eigenständigen Menschen war. Es wurde plötzlich mit den Kindern über alles geredet und diskutiert.

In de 2000ern kam plötzlich das Bewusstsein zurück, dass Kinder nun doch regeln brauchen, man diese aber anpassen kann. Es gab keine einheitliche Erziehungsmethode mehr. 

Jeder konnte tun, was er wollte... 
Man sah aber auch an den "neuen" Teenies und Erwachsenen, was die Erziehung der letzten Jahre "gebracht" hatte. Man bekam das Gefühl, dass diese, ihren Eltern auf der Nase herumtanzen können, tun was sie wollen, kein Respekt mehr haben, keine Regeln kennen und Toleranz ein Fremdwort ist.

Natürlich ist das alles Erziehungssache, davon bin ich überzeugt, allerdings muss ich sagen, dass keine festgelegte Erziehungsmethode das ändern kann!

Wir müssen weg von den ganzen Büchern und Ratgebern. Weg von sogenannten Profis und Methoden. Wir müssen aufhören auf Studien zu hören und sollten zurück zum Ursprung.
Hört auf Euren Mutter / Vater Instinkt, Euer Bauchgefühl!
Wenn ihr unsicher seid, dann fragt Eure Eltern oder Großeltern, fragt Freunde wie die es gemacht haben, geht in einen, Hebammen Kurs o.ä. 
Aber bitte lasst Euch nicht von den Medien oder anderen, Allwissenden verunsichern.

Es gibt kein Kind, dass nicht sitzen, laufen oder Sprechen gelernt hat.
Wir Kinder der 80er haben viel TV geguckt und haben weder einen Hirnschaden, wie es viele "Experten" erzählen, noch haben wir keine schöne Kindheit erlebt. Wir sind die Kinder, die die erste Konsole erlebte, den Game Boy und CDs. Wir haben die ersten Computer ausprobiert mit den 
Floppy Disks. Wir haben lange den Schnuller bekomme, am Daumen gelutscht, die Flasche mit ins Bett bekommen, Kakao getrunken, Süßigkeiten gegessen und konnten selbst entscheiden, wann wir bereit waren, ohne Windeln durchs Leben zu gehen.

Wir haben es geschafft Erwachsene und erfolgreiche Menschen zu werden, obwohl wir nicht täglich in irgendwelche Vereine oder Kurse geschleppt wurden. Wir überlebten ohne Englisch in der Schule oder Fremdsprachen Kurse oder Musikunterricht oder drei verschiedenen Sportvereinen ...
Wir durften Kinder sein und hatten eine, Wahnsinns Kindheit. Wir waren den ganzen Tag alleine, ohne Eltern auf der Straße, bei Freunden oder im Dorf unterwegs, ohne das die Eltern panisch wurden. Wir haben bei Freunden geklingelt und mussten nicht Tage vorher einen Termin absprechen.

Die Medien bringen heutzutage viel mehr an die Eltern heran als damals. Früher passierte genauso viel wie heute, nur gab es kein Internet um alles sofort weiterzugeben, noch war der Druck der Nachrichtensender oder Magazine so groß wie heute, durch die Konkurrenz. 
Natürlich gibt es ein paar mehr Dreckschweine, die Kindern etwas antun, das möchte man nicht verschweigen, aber auch nur, weil das Gesetz und der Respekt vor der Polizei und dem Gericht, einfach zu lasch bis nicht vorhanden sind. Durch die Medien kommt auch mehr ans Tageslicht, was damals einfach nicht der Fall war. Diese Kranken Menschen, leider muss man sie ja so nennen, gab es schon immer und wird es auch immer geben. 

Aber ganz ehrlich, wenn wir unseren Kindern nicht vertrauen, wenn wir sie nicht stärken und immer an uns heften, sie nie etwas alleine machen lassen, dann werden sie es einfach schwer haben in der Zukunft. Ich sehe es an meinem Sohn. Er geht ohne uns nirgends hin. Er hat einfach zu viel Angst davor, dass Ihm etwas passiert. Dabei haben wir ihm nie Angst gemacht und Horrorgeschichten über Fremde erzählt. Wir haben ihn behutsam aufgeklärt, dass es Menschen gibt, die Böse sind und das er nie mit anderen mitgehen soll. Auch bekannte soll er auflaufen lassen, wenn sie nicht unser Familien Passwort kennen. Aber dank der Nachrichten, die auch bei Logo nicht alles verschweigen können, bekommt er Dinge mit, die nicht schön sind.

Deshalb bin ich für eine Erziehung aus dem Bauch und Gefühl heraus!


Ich habe bei dem großen damals noch den Fehler gemacht, dass ich alles so machen wollte, wie meine Mutter.. typisch 80er-Erziehungsstil.

Doch ich habe innerhalb der ersten Wochen gemerkt, dass das für mich nicht passt.
Nicht nur, dass ich in allen Schwangerschaften nicht geraucht habe und Alkohol ja eh nicht meins ist, ich habe immer auf mein Gefühl gehört, meine "Erfahrungen" und "Kenntnisse" aus meiner Kindheit und dem Babysitten/groß werden mit Babys, mit einfließen lassen.

Er hat in seinem Stubenwagen geschlafen. Drei Monate und dann ist er nicht nur tagsüber, sondern auch nachts in sein Kinderzimmer ins Gitterbett gebracht worden, um zu schlafen. Er war mit 4-5 Lebenswochen nicht mehr begeistert davon, dass ich ihn zu mir holte.. Ich merkte schnell, dass er in unserem Bett unruhig wurde und lieber in seinem kleinen Reich schlafen wollte. Er schlief dort auch ein, so war es für ihn ok, dort wach zu werden und konnte dann wieder gut einschlafen. Wenn er in meinem Arm einschlief und ich ihn dann ins Bett legte, er dort wach wurde, brüllte er, da er nicht wusste, wo er ist. 

Bei unserem Mittleren war es so, dass er gerne bei uns schlief. Er hat die ersten drei Monate bei uns im Beistellbett geschlafen, dann zog er in sein Gitterbett ins Zimmer von seinem Bruder um. Das war ok, denn dort hatte er die Schlafgeräusche von seinem Bruder. Als wir umzogen und er in sein eigenes Zimmer zog, wurde er unruhig. Doch leider konnten wir weder das Bett zu uns ins Schlafzimmer stellen, noch ihn ins Bett holen, denn das Boxspringbett ist eindeutig zu hoch für einen Einjährigen.
Wir waren auch selbst nicht bereit unser Bett zu teilen. Wir hatten Angst das etwas passiert und fühlten uns unwohl. Wir schliefen nicht mehr, deshalb versuchten wir ihn, an sein Bett und Zimmer zu gewöhnen. Das ging ein Jahr gut, dann kam er nachts zu uns.. Diesmal waren wir aber bereit dazu, und gewöhnten uns daran.. Bei uns schlief er viel ruhiger und das zeigte uns, dass er einfach das Gefühl der Sicherheit braucht, nicht wie sein Bruder, der lieber seine Ruhe hatte.

Er ist nun, seitdem er sein Autobett hat, nur zwei Mal zu uns gekommen. Er schläft die ganze Nacht in seinem Bett, manchmal etwas unruhig, aber er schläft.

Bei unserer Kleinen habe ich schon im Krankenhaus gemerkt, dass sie sehr viel Nähe braucht. Sie schlief von Anfang an auf meiner Brust oder eng an mir.

In der Woche, in der ich alleine im Krankenhaus war, schlief sie mit Papa und Bruder im großen Bett.
Danach lag sie drei Monate zwischen uns und schläft seit sie 2,5 Monate alt ist, die Nacht durch.
Sie ist ein Mamakind und konnte ohne mich nicht einschlafen. Sie hielt meine Hand ganz fest und musste mich riechen und spüren. Papa war nicht angebracht, da brüllte sie weiter wie am Spieß, nur Mama kann beruhigen. 
Es war anstrengend, aber wir gaben ihr, was sie brauchte.

Inzwischen habe ich das Gitterbett an meine Bettseite geschoben und die eine Gitterseite abgemacht. So komme ich ungehindert an sie heran und sie kann sich zu mir hochziehen. Das ist ähnlich wie ein Beistellbett nur etwas tiefer gelegen. Optimal für uns im Moment.
Für nächstes Jahr ist ein Floor Bed in Ihrem eigenen Zimmer geplant.. Mal sehen, wie es klappt.


Wenn unsere Kinder kränkeln, merke ich das und reagiere direkt.
Ich lasse sie lieber einen Tag zu Hause, als sie in Kiga oder Schule zu bringen.

Wenn sie Müde sind, so biete ich an, dass sie sich in unserem Bett ausruhen können.
Wenn sie uns zum Einschlafen brauchen, so bleiben wir am Bett, bis sie schlafen.

Wir sagen Ihnen zwar wann sie ins Bett gehen sollen, aber wir geben dem großen auch die Möglichkeit, noch einen Moment im Bett zu lesen oder etwas zu "spielen".

Wir geben die grobe Richtung und möchten auch, dass sie sich daran halten, denn nur ausgeruht kann man sich auf die Schule konzentrieren, aber ausführen muss er es selbst. Und ich muss sagen, er hält sich auch daran. Er merkt, auch wenn er müde wird, und geht dann ins Bett.

Nur bei Junior bleiben wir dabei, bis er schläft. Wenn es nach Ihm ginge, würde er bis Mitternacht rumtoben und dann einfach umfallen. Mit 3 Jahren ist 19 Uhr, denke ich eine gute Zeit zum Schlafen gehen. Denn müde ist er allemal ...


Wir lassen sie Entdecken und Fehler machen. Wir haben Regeln, die so gut es geht, eingehalten werden sollten. Natürlich ist es auch so, dass wir situationsbedingt handeln.

Wir beziehen sie mit ein und teilweise reden wir mit dem Großen als sei er ein Erwachsener.
Er findet das gut und es hilft ihm teilweise auch.
Sie dürfen Fernsehen schauen und selbst entscheiden, welche Kinder Serie. 
Der Große schaut sich am liebsten, die Kinderdramen an lach.. Es ist ja auch altersgerecht für ein Schulkind und er muss nicht immer Kleinkinder TV sehn. Wir lassen sie das schauen, weil sie in einer ganz anderen Zeit groß werden, als wir. 

Sie können mit Smartphone und Tablet umgehen, der große weiß wie man ein Laptop bedient, und hat in der Schule auch PC Unterricht. 
Er durfte schon mit 5, Playstation spielen, da es seine Hand Augen Koordination verbesserte. 
Solange alles in Maßen passiert, finde ich das vollkommen in Ordnung.
Einzig, dass Kinder bei YouTube vermarktet werden, empfinde ich als nicht in Ordnung, Kinder haben weder bei YT noch Facebook oder anderen Chats was zu suchen!

Unsere Kinder werden auch nur an unseren Laptop dürfen, wenn er im selben Raum steht, in dem wir uns aufhalten. Außerhalb von Lernspielen dürfen sie sich erst aufhalten, wenn wir sie ordentlich über vor und Nachteile, Gefahren und Schwierigkeiten aufgeklärt haben, die das Internet betreffen.

Eigener Laptop wird es unter 15/16 nicht geben, es sei denn, wir haben voll Kontrolle über das Gerät.

Ein Smartphone wird es vor der Pubertät nicht geben. Und auch da werden wir über gefahren aufklären. 
In der Grundschule bekommen sie überhaupt kein Handy und in den Schulen außerhalb unseres Wohnortes, nur ein Tastenhandy um mal schnell anrufen zu können. Nicht nur, um zu vermeiden, dass sie sich Videos ansehen oder spiele spielen, sondern auch, weil sie sonst erst recht beklaut werden könnten.

Man wird sie nie 100 % schützen können, aber man kann sie aufklären und dafür Sorgen, dass sie weder zum Opfer werden noch jeden Hype mitmachen müssen.


Jeder hat seine Ansichten und viele werden jetzt den Kopf schütteln, über, dass was ich schrieb und was wir vertreten, aber ich denke, genau das ist das Grundproblem.

Jeder weiß es besser. Wie schon oben beschrieben, es gibt die verschiedenen Arten der Mütter.
Die einen wissen und können alles besser, lasse sich nicht belehren und greifen jeden an.
Die Sektenmama will alle bekehren und sie auf ihre, die einzig wahre Seite ziehen.
Die Ökos finden eh alles unnötig, was kommerziell ist, und leben in ihrer eigenen Welt.
Und die Rabenmuttis geben Ihre Fehler zu, predigen Toleranz und das Motto: Leben und Leben lassen, motzen dann aber doch alles und jeden an, der es anders macht.
Und dann gibt es uns Mombies.. Das erkläre ich allerdings in einem extra Artikel, denn das zu erklären, dass würde den Rahmen sprengen.
Nur so viel, eine Mombie ist das Gegenteil von Helikopter Mutter, setzt sich zusammen aus Mom und Zombie und es ist Ihr scheißegal, was andere von Ihr halten...

Am Ende ist es aber doch so, dass wir alle Eltern sind, die Ihre Kinder über alles Lieben, unser Leben für sie geben würden und unser bestes versuchen, egal wie alt wir sind, wie wir Erziehen, was wir wissen oder können und wie doof unsere Fragen manchmal sind. 
Niemand wurde als Profi geboren, alle haben wir es erst gelernt.
Ich gehe den Weg des Bauchgefühles und meiner Intuition, da ich weiß, was mir als Kind fehlte, was ich doof fand und ich eine bestimmte Bindung zu meinen Kindern habe.

Es ist dabei, egal ob ich nur ein Kind, spontan zur Welt gebracht habe und die anderen beiden per Wunschkaiserschnitt, warum ich das so wollte und warum ich nicht gestillt habe.
Ich treffe Entscheidungen für mich und meine Kinder. Ich treffe sie so, dass ich mich dabei wohlfühle, so, dass es mein Kind Kindern gut dabei geht und ich der Meinung bin, dass es für uns der richtige Weg ist.
Ich möchte mir von niemand etwas vorschreiben lassen, möchte nicht für etwas kritisiert werden, was für uns das Beste war und lasse ebenso jedem seine Entscheidungen.

Wenn mich jemand fragt, wie ich etwas tue oder getan habe, im Zusammenhang mit den Kindern, dann sage ich, was für uns richtig war, geholfen hat oder den Weg gewiesen hat. Zeige aber auch andere Möglichkeiten auf und versuche den Eltern, die fragten, zu erklären, dass sie für sich und Ihre Kinder ein Gefühl entwickeln können, wenn sie aufhören, auf andere zu hören.

Hier geht es nicht um die Gesundheit, das möchte ich betonen, denn da höre ich definitiv auf die Ärzte und das was ich weiß oder gelesen habe. Ich bin PRO IMPFEN und PRO SCHULMEDIZIN
aber das heißt nicht, dass ich Eltern, die Globulis geben, verurteile. Es findet jeder, wie schon gesagt seinen Weg und bei einigen geht es einfach in diese Richtung.

Einzig bei Impfgegnern stellt sich mir der Kamm! Ich kann einige Argumente verstehen und nachvollziehen- Ja! Aber ich verstehe einfach nicht, wie man ausgerottete Krankheiten wieder aufbringen kann, nur weil man nicht impfen lässt. Wie man andere und das eigene Kind, in Gefahr bringt, nur weil man sich über das Internet informiert. Dort gibt es verdammt viel Schwachsinn und das wird sich nie ändern.
Auch sogenannte Experten können Fehler machen, falsch verstanden werden usw. usw.

Ich bin für die gesetzliche Impfpflicht.
Man muss nicht alle Impfungen mitnehmen, die angeboten werden, sag ich nicht, mach ich auch nicht, aber die Wichtigen sollten pflicht werden.

Zum Glück ist es in unseren Kindergärten Pflicht, dass die Kinder geimpft sind.
Ohne Impfung kein Kitaplatz!

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